15. bis 27. April 2026

8:49; 217 km; 24.6 km/h; 3000 m
Es ging via Opfikon und Hardwald aus der Stadt hinaus. Das Wetter war grau mit einer hochnebelartigen Bewölkung. Ich fuhr eher flach via Ottikon nach Kollbrunn. Ich fuhr weiterhin unten durch via Wil und Uzwil, unter dem Nebel bleibend, an den Bodensee. Dann ging es über den Rhein nach Österreich und hinauf in Richtung Bregenzerwald. Der erste Teil auf der Hauptstrasse war vom Verkehr her mässig prickelnd, über den Lorenapass hatte ich meine Ruhe. Ich machte eine Mittagspause in einer Bäckerei in Schwarzenberg. Anschliessend ging es weiter hinauf, irgendwann war der Himmel blau. Ich hatte sogar die meiste Zeit Rückenwind. Dann ging es über den Hochtannbergpass wo die Temperatur 20 °C erreichte, währen auf 1600 m über Meer noch recht viel Schnee herum lag. Im Lechtal hatte ich dann Gegenwind aber es ging meistens bergab. Kurz vor meiner Unterkunft kaufte ich in einem sehr übersichtlichen Dorflädelchen noch etwas ein und verzog mich dann in mein Apartment in Vorderhornbach.
09:11; 217 km; 17.4 km/h; 3920 m
Gleich nach dem Start ging es hinauf zum Namlos-Pass. Es war ziemlich frisch, die Temperaturen gingen bis auf knapp über 0 °C hinab. Nach ein paar Wellen ging es lange hinab, an der wolkenverhangenen Zugspitze vorbei, bis nach Garmisch-Partenkirchen, wo sogar eine Ampel gab. Auf einer Quartierstrasse vermied ich die Hauptstrasse in der ersten Steigung nach Garmisch. Über die Mautstrasse, die ich schon kannte, ging es weiter nach Osten. Erstaunlich wie breit das Flusstal der Isar in der Region ist. Dann kann der Sylvensteiner Stausee und bald danach die Grenze zu Österreich, was dann bedeutete, dass die Velowege wieder zuverlässiger asphaltiert waren. Es ging dann weiter in Richtung Achensee, wo ich zufälligerweise noch die Dampflokomotive der Achernsee Zahnradbahn sah. Es ging hinab zum Inn und dann mit Rückenwind das Zillertal hinauf. Vor dem Gerlospass machte ich noch eine Kaffeepause und dann ging es die über 1000 Höhenmeter hinauf. Oben war es wieder einigermassen frisch. In der Abfahrt gab es den Blick auf die Krimmel Wasserfälle und dann war ich schon bald unten in Wald, wo ich noch einkauft und nochmals ein paar Höhenmeter hinauf zu meinem Apartment fuhr.
09:13; 232 km; 25.2 km/h; 2020 m
Zur Abwechslung war es schon am morgen sonnig, was aber eher zu einer frostigen Temperatur beitrug. Ich hatte eine wunderschöne Fahrt das Salzatal hinab. Dann kamen zwei Anstiege, die aber nicht über 1300 m über Meer gingen. Nach einer langen Abfahrt machte ich in Bischofshofen eine Mittagspause in der Sonne. In der folgenden Steigung hatte ich bis etwa zur Hälfte einen Tempomacher vor mir. Oben gab es ein Kaffee, den ich für die folgenden gefühlten 100 km bergab brauchte. Es gab einen mehr oder minder starken Gegenwind, was zusammen mit Bundesstrasse (100 km/h Tempolimit mit Lastwagen) und nicht durchgehend asphaltiertem Veloweg den Spassfaktor etwas reduzierte. Ich machte noch einen Kuchenhalt in Irdning und kam dann nach 17:00 Uhr in Admont an, wo ich meine Einkäufe erledigte und mich dann in meine Unterkunft mit einem wunderschönen Bergpanorama verschob. Dort gab es eine Gemeinschaftsküche, wo ich aber alleine blieb.
08:40; 210 km; 24.2 km/h; 2310 m
Eigentlich war meine Motivation für einen frühen Start die Wetterlage, aber er stellte sich dann heraus, dass es vor allem wegen der Motorräder (es war Samstag) es eine gute Entscheidung war. Das Salzatal war sehr schön und ruhig, wenn auch frisch (einmal mehr). In Mariazell, wo wir auch schon auf der Wien-Zürich Tour einen Halt hatten, machte ich eine Kaffeepause. Dann ging es auf und ab, häufig durch Wald. In der Sonne war es richtig warm und die Temperatur erreichte bis zu 25 °C. Nach einiger Zeit erreicht dich dann die Donauebene. Ich musste noch die Wiener Neustadt durchqueren und war dann am Ziel in Neudörfel. Die Fotos der Restaurants versprachen mehr Protein als Kohlenhydrate, daher nutze ich einen der grossen Supermärkte.
04:43; 132 km; 28.0 km/h; 320 m
Ich hatte einen frühen Start, staunte aber etwas über den vielen Autoverkehr auf den Bundesstrassen an einem Sonntagmorgen. Bald war ich aber nur noch auf angenehmen Velowegen in der Region Neusiedlersee unterwegs. Ich durchquerte einen grossen Windpark. Ich überquerte die Grenze nach Ungarn und kurz darauf diese nach die Slowakei. Ich komm dann zu einer Autobahnbrücke über die Donau, die auch als Veloüberquerung ausgebaut war. Der angesagte Regen verschob sich dann auf später und ich konnte noch eine Pause an der Donau machen. Bratislava ist ziemlich übersichtlich, ich kam schmerzfrei ins Zentrum und konnte vor dem Regen, der dann wirklich gegen 16 Uhr eintraf, noch etwas die Altstadt mit Schloss anschauen.
09:57; 257 km; 25.9 km/h; 2740 m
Nach zwei Tagen Pause in Bratislava startete ich vor dem Autoverkehr in der Stadt. Ich kam sehr schnell nach Österreich, fuhr dann ein Stück der österreichisch-ungarischen Grenzen entlang und dann nach Ungarn hinein. In den Dörfern sah man die Wirkung des Dorf-Sanierungsprogramms von Orban. Nach einem weiteren Stück österreichischer Bundesstrasse (komoot scheint diese zu lieben) plante ich die Route um, wodurch sie etwas länger aber sicher schöner wurde. Ich fand in Grosspetersdorf ein nettes Café, das zu einer Kaffeerösterei gehört, wo ich mich etwas aufwärmen konnte. Dann ging es weiter Richtung Gleisdorf, wo ich abgeholt und nach Graz begleitet wurde.
08:52; 202 km; 22.8 km/h; 2620 m
Ich hatte eine schöne Fahrt über ruhige Strassen, erst durch die Steiermark und später Kärnten. Es wechseln sich Wald und Wiesen ab, das Wetter war tip top. Zum Abschluss gab es noch ein Pässli nach Slowenien und ich beende den Tag in Kranj, wo ich wieder ein Apartment hatte.
09:25; 205 km; 21.8 km/h; 3080 m
Die tiefen Temperaturen beim Start blieben ein konstanter Begleiter auf der Tour. Es ging gleich in die slowenischen Hügel und auf sehr ruhigen Strassen in Richtung Tolmin. Dann kam eine längere Steigung über einen Pass hinüber nach Italien. Gleich nach der Grenze schaute ich in einem Rifugio bei Luigi vorbei. Dann ging es hinunter nach Cividale, wo es sommerlich warm war. Ich hatte Glück mit einer der Gelaterias, wo für mich um 13:04 nochmals geöffnet wurde. Für die restlichen 70 km entlang dem Fuss der Alpen hatte ich meistens Rückenwind. Landschaftlich war es weniger langweilig als erwartet. Ich beende den Tag in Maniago, wo ich etwas anständiges zu Essen (endlich Italien!) fand.
09:59; 202 km; 20.2 km/h 3700m
Ich machte mich ohne grosses Frühstück auf den Weg. Die 50 km bis zu einer Pasticceria in Vitorio Veneto lohnten sich. Dann ging es durch die netten Colline del Prosecco mit (Samstag) vielen Velofahrern. Nach einer guten Focaccia nach Feltre ging es über den Croce d'Aune, wo es ein Denkmal für Tullio Campagnolo gibt. Dann warteten noch auf 40 km verschmierte 1500 Höhenmeter bis zum Passo Rolle auf mich. Der Verkehr hielt sich in Grenzen, teilweise gab es auch einen Veloweg. Landschaftlich war der Pass nett, man wurde auf der östlichen Seite vom Felsmassiv der Pale di San Martino begleitet. Wegen der Zwischensaison war die Auswahl an Restaurants in Predazzo übersichtlich. Die beste Pizzeria im Dorf war angeblich ausgebucht. Ich entschied mich dann für Take-Away und machte Gebrauch von der Dachterrasse meiner Unterkunft.
11:06; 243 km; 21.8 km/h; 3700 m
Es ging nach dem Start gleich zum Passo Lavazè hinauf. Landschaftlich mässig attraktiv. Auf dem unteren Teil der Abfahrt gibt es einen Veloweg, der war aber irgendwann so mühsam, dass ich auf die Hauptstrasse mit ziemlich langen Tunnels wechselte. Es gab kaum Verkehr und das Gefälle war gross. In Bozen war es dann wie üblich warm. Ich fing bei km 110 oder so auf dem Veloweg in Richtung Reschenpass an. In Meran gab es noch eine Bäckerei, dann ging es das Vintschgau hinauf. Zum Glück hatte ich eher Rückenwind. Dann ging es über den Reschenpass und bei Martina zurück in die Schweiz. Ich vermied etwas die Hauptstrasse, indem ich über Ftan und Guarda fuhr. In Zuoz war die Auswahl an Restaurants wieder übersichtlich und nach Italien vermochte die Schweizer Gastronomie nicht wirklich zu überzeugen.
09:44; 227 km; 23.4 km/h; 2330 m
Weil ich am Sonntag angekommen war, hatte ich keine Chance gehabt, ein Frühstück zu organisieren. Ich hatte den wohl kältesten Start, der Wahoo zeigte -2 °C an. Weil es vermutlich eher trocken war, fühlte es sich nicht ganz so schlimm an. Zudem konnte ich mein Winter-Equipment nutzen, die ich so weit mitgeschleppt hatte. Die Bäckerei in Lavin war sehr nett. Gut gestärkt konnte ich den eine Woche vorher geöffneten Flüela in Angriff nehmen. Oben gab es noch eine schöne Schneedecke. Dann ging es wieder hinab in den Frühsommer. Mit mehr oder weniger Unterstützung durch den Wind ging es in Richtung Zürich. Damit es nicht ganz langweilig wurde, fuhr ich dann via Schindellegi und Sihltal nach Hause.